Vater und Sohn Gewinner in Daytona! Don Emde beim 200 Miglia di Imola Revival

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Vater und Sohn auf dem Siegerpodest - das hat es in der langen Geschichte der 200 Meilen von Daytona nur einmal gegeben! Dieser Heldentat kann sich allein die Emde-Familie rühmen.

1972 gewann Don Emde das berühmte amerikanische Rennen und trat somit die Nachfolge seines Vaters Floyd an, der 1948 mit seiner Indian auf denselben Podiumsplatz fuhr.

Aber der Sohn ging auch in die Geschichte ein, weil er als Erster auf einem Zweitakter und mit dem kleinsten Hubraum, der jemals auf diesem legendären Kurs siegreich war, gewann. In der Rangliste dieses Wettbewerbs lag er vor Jarno Saarinen (der ebenfalls eine Yamaha 350 ccm fuhr) und bot der Marke mit den drei Stimmgabeln den Auftakt zu einer Serie von 13 erfolgreichen Jahren in Folge.
Der 1951 in Kalifornien geborene Fahrer begeisterte sich schon in jungen Jahren für Motorräder, da sein Vater mit Zweirädern handelte. Zusammen mit seinem älteren Bruder Bob und später mit seinem jüngeren Bruder David trainierte er schon früh auf Motocross- und dann auf Dirt Track-Strecken. In allen seinen Disziplinen machte er sich im südlichen Kalifornien schnell einen Namen. Don fuhr auch im Highspeed-Bereich und schlug auf seiner 250 ccm Piloten wie Gary Nixon oder Cal Rayborn.

Seine Leistungen im Jahr 1970 trugen ihm das Angebot ein, für den Rennstall BSA zu fahren, wo er mit Mike Hailwood, Dick Mann und David Aldana zusammentraf. So konnte er die 200 Meilen von Daytona hinter Mann und Romero auf dem dritten Podiumsplatz beenden.
Die finanziellen Schwierigkeiten bei BSA bereiteten dieser Zusammenarbeit ein Ende. Für das Rennen von 1972 nutzte Don eine Yamaha 350 ccm, die von Mel Dinesen eingestellt und für das Rennen vorbereitet wurde.

Bei diesem Rennen erwiesen sich Suzuki und Kawasaki während der Tests als besonders schnell. Doch sie hatten verschiedene Probleme mit der Mechanik bzw. mit dem Fahrverhalten. Emde machte sich Hoffnungen und ging das Rennen langsam an, um dann allmählich die Leistung zu steigern. In der 48. von 53 Runden setzte er sich an die Spitze und gewann das Rennen vor Ray Hempstead mit knapp 150 m Vorsprung.

Das war der Höhepunkt seiner Karriere. 1973 beendete er seine aktive Rennkarriere, blieb jedoch dem Motorsport weiterhin verbunden. Nach einer Beratertätigkeit in der Helmentwicklung bei Bell arbeitete er als Redakteur und schrieb später Bücher wie z. B. zur Geschichte der 200 Meilen von Daytona.
 

 
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